Ein Tag als Villa-Betreiber
Kein Tag in der LITTLE POMPEJI Villa sieht aus wie der davor. Genau das unterscheidet sieben Zimmer von einem grossen Resort mit festen Abläufen für jede Situation.
Der Morgen beginnt meist vor den Gästen. Ein kurzer Rundgang durchs Grundstück, Blick auf den Pool, Blick auf den Generator, weil man bei Sansibars Stromnetz nie ganz sicher sein kann, ob die Nacht ruhig war. Danach folgt das Frühstück, keine feste Uhrzeit, kein Buffet, sondern à la carte, Gast für Gast, was für unser Team mehr Aufwand bedeutet, aber genau die Nähe schafft, die wir wollen.
Zwischen den Mahlzeiten passiert das eigentliche Tagesgeschäft. Eine Anfrage für den Sandbank-Ausflug, ein Zimmer, das schon für die nächste Woche vorbereitet werden muss, ein Wasserhahn, der plötzlich tropft. Nichts davon steht im Kalender, alles muss einfach passieren, meistens gleichzeitig.
Meine Frau und ich teilen uns diese Aufgaben, ohne klare Grenze zwischen ihren und meinen. Mal spreche ich mit dem Koch über den Fisch für den Abend, mal sitzt sie mit einem Gast zusammen der Fragen zu Ausflügen hat. Aus meiner Zeit als Ausbildungsleiter bei der SBB weiss ich wie wichtig klare Abläufe sind. Hier in Jambiani lerne ich täglich, wie viel man trotzdem improvisieren muss.
Am späten Nachmittag wird es ruhiger, die Gäste sind am Pool oder unterwegs zum Strand und genau dann bleibt Zeit für die Dinge, die sonst liegen bleiben. Buchungen bestätigen, mit dem Lieferanten telefonieren, oder eben den nächsten Blogartikel schreiben.
Der Abend gehört wieder den Gästen, dem Abendessen, kurzen Gesprächen am Pool oder in der Lounge beim Darten. Manchmal einer Frage, die weit über Sansibar hinausgeht. Wenn dann das letzte Licht im Garten ausgeht, bleibt oft das Gefühl, dass der Tag kürzer war, als er hätte sein sollen und dass er morgen wieder ganz anders aussehen wird.






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