Jambiani hat keine Uhr, nur die Gezeiten
Wer in Jambiani lebt lernt schnell, dass hier niemand auf die Uhr schaut. Der Tag folgt der Ebbe und der Flut, nicht dem Wecker und das habe ich in den letzten Jahren schätzen gelernt. Wenn das Wasser sich zurückzieht, ziehen die Frauen aus dem Dorf hinaus zu den Seetangfeldern nah am Strand, eine Arbeit, die seit Generationen weitergegeben wird. Wer selbst zum Strand geht, sieht sie dort bei der Ernte, keine Inszenierung für Touristen, sondern echter Alltag.

Auf der Strasse vor der Villa regeln nicht Ampeln den Verkehr, sondern Ziegen, Hühner und gelegentlich eine Kuh die sich Zeit lässt, wo sie hin will. Die Häuser im Dorf sind aus Korallenstein gebaut, die Dächer heute meist aus Wellblech statt aus Palmblatt wie früher und wer genau hinschaut, erkennt trotzdem, wie viel Handwerk in den alten Mauern steckt. Fünfmal am Tag ruft der Muezzin zum Gebet und der Rhythmus des Dorfes richtet sich danach, ganz gleich ob man selbst gläubig ist oder nicht, man spürt dass hier eine andere Zeitrechnung gilt als in Bern oder Zürich.
Als Schweizer, der aus der Maschinenbau- und später der Coaching-Welt kommt, wo Prozesse und Effizienz alles waren, hat mich dieses Leben ohne Uhr am Anfang fast nervös gemacht, ja gar genervt. Heute ist es genau dass, was ich an Jambiani mag. Dieses pole pole, dieses langsam, langsam, das keine Ausrede für Nachlässigkeit ist, sondern eine eigene Form von Disziplin, die sich an der Natur orientiert statt an einem Kalender. Das muss man lernen - ich tat mich am Anfang schwer und bekunde bei gewissen Themen heute noch grosse Mühe. Mein innerliches Schweizer Uhrwerk kann ich nicht einfach so abschalten und ich will es auch nicht!
Die LITTLE POMPEJI Villa liegt bewusst nicht direkt am Strand, sondern rund 250 Meter davon entfernt, mitten in diesem echten Dorfleben zwischen den Wegen, auf denen die Kinder morgens zur Schule laufen und die Fischer zurückkehren, sobald es die Gezeiten erlauben. Genau das war unsere Entscheidung, als wir vor Jahren nach Sansibar kamen, keine isolierte Ferienblase zu bauen, sondern einen Ort, von dem aus man das echte Jambiani erleben kann, mit ein paar Schritten Fussweg zum Meer.
Wer bei uns übernachtet, bekommt keine Hochglanz-Resort-Erfahrung, sondern die Chance, am Strand die Seetangfrauen bei der Arbeit zu sehen und den Muezzinruf über die Palmen hallen zu hören. Das ist für uns die eigentliche Magie von Jambiani und sie lässt sich nicht inszenieren, man muss sie einfach zulassen.





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